Perspektive – Blickrichtung – Umkehrhaltung

Die Fotos meiner letzten längeren Wanderung haben mich auf die Idee gebracht mir Gedanken über Perspektive und Perspektivwechsel im Leben und im Yoga zu machen.

Was fällt dir zum Blickrichtungswechsel ein? Welche Gedanken und Erlebnisse verbindest du mit dem Wort Perspektive?

Vielleicht Sätze von Eltern, dass du ohne gute Ausbildung keine berufliche Perspektive hast? Dass der Beruf, den du gewählt hast oder wählen willst, dir keine Perspektiven bietet?

Mir fällt ein Satz ein, den ich mal auf einer Postkarte gelesen habe:

„Um klar zu sehen, genügt ein Wechsel der Blickrichtung.“ – A. S. Exupery –

Perspektive im Duden erklärt als „Betrachtungsweise oder – Möglichkeit von einem bestimmten Standpunkt aus“ und „Aussicht für die Zukunft“.

Ursprung hat es in den Worten:

Perspectiva= durchblickende Kunst

perspicere= mit dem Blick durchdringen, deutlich sehen

Es geht also darum wie ich etwas sehe, von welchem Standpunkt aus ich auf etwas blicke. Nah oder weit weg, von rechts oder links, von oben oder unten …

In meiner Ausbildung zur Kunst und Gestaltungstherapeutin war das Wechseln der Perspektive ein wichtiges Hilfsmittel. Das Gemalte, Gekritzelte, Gestaltete kann von Nahem betrachtet werden oder von weiter weg. Es kann auf dem Kopf stehend betrachtet werden. Assoziationen die daraus entstehen sind sehr spannend und der Gestalter entdeckt oft Neues im Bild und darüber vielleicht auch Neues in seinem Leben.

Du kannst auf deinen Tag, dein Leben, deine Jahre immer vom gleichen Standpunk aus schauen oder du machst es aus einer größeren Entfernung. Du wirst zum Beobachter von außen. Wie sieht ein Fremder, Freunde oder Familienmitglieder dein Leben und dein Tun?

Oder du überlegst wie du selbst als 80 oder 90-jähriger Mensch auf dein jetziges Leben schaust. Es gibt viele Möglichkeiten Perspektive und Blickrichtung zu wechseln.

Klarer sehe ich dann, weil ich einen weiteren Blick bekomme. Durch das von außen gucken sehe ich mehr Facetten von mir und meinem Leben.

Das Bild zeigt Susanne Koch in der Yogastellung "Nach unten schauender Hund" Eine Umkehrhaltung im Yoga

„Um klar zu sehen, genügt ein Wechsel der Blickrichtung.“

 

A. S. Exupery

Yoga Perspektive

Im Yoga ist die Umkehrhaltung DAS Beispiel für einen veränderten Blickwinkel. Das Foto auf dem mein Hund auf dem Kopf steht, habe ich in der gegrätschten Vorbeuge gemacht. Schon steht die Welt Kopf. Dafür musst du nicht in den Kopfstand gehen. Im herabschauenden Hund – Adho Mukha Shvanasana – einem Element des Sonnengrußes, nimmst du auch eine Haltung ein, die dich deine Umgebung auf dem Kopf stehend sehen lässt.

Die Umkehrhaltung Schulterstand – Salamba Sarvangasana – und auch die gestützte Variante, lassen deinen Blick in Richtung Decke/Himmel gehen, während deine Beine entlastet werden.

Schulterstand und Kopfstand werden oft noch als König und Königin der Asanas bezeichnet. Sie sind aber keinesfalls notwendig um Yoga zu praktizieren, zu lieben, tiefer zu verstehen und weiterzugeben. Nicht jeder Körper /Nacken ist dafür geeignet im Kopfstand zu stehen oder im Schulterstand in einen 90 Grad Winkel zu gehen. Spannende Alignment Tests, die ich in meiner Ausbildung bei @Stefanie Arend kennengelernt habe, zeigen das ganz deutlich. Bitte höre auf deinen Körper und gehe liebevoll und vorsichtig mit ihm um, anstatt Haltungen erzwingen zu wollen.

Die positiven Wirkungen der Umkehrhaltungen erreichst du auch mit anderen Asanas z. B.:

  • Viparita Karani – gestützter Schulterstand

  • Adho Mukha Shvanasana – herabschauender Hund

  • Prasarita Padottanasana – Vorbeuge in der Grätsche

Wirkungen der Umkehrhaltung:

Physiologisch

  • Durchblutung des Körpers wird aktiviert(Gehirn, Lymphe, Drüsen)

  • Beine und Organe entlastet

  • Stabilisiert Herz Kreislauf System

  • Nervensystem wird positiv beeinflusst

Emotional

  • Gefühl von Stabilität und Balance

  • Ruhe und Gelassenheit, auch wenn alles auf dem Kopf steht

  • Bei herausfordernden Positionen: Mut, Ängste zu überwinden

  • Blick aus einer anderen Perspektiven

Und wirst du heute mal alles kopfüber betrachten? Oder schaust du in der Rückenlage in Richtung Himmel und gönnst deinen Beinen Entlastung?

Vielleicht wechselst du auch gedanklich die Blickrichtung. In Streitigkeiten hilft es, den Standpunkt des Gegenübers einzunehmen. Ja auch in Auseinandersetzungen mit den eigenen Kindern.;)))

Stell dir vor du bist wieder 14 oder 17 oder 6 Jahre, wie würdest du dich fühlen? Kannst du jetzt dein Kind besser verstehen? Streitpunkte vom Standort des anderen zu sehen, kann eine große Hilfe sein.

Meine Hündin Bella, eine schwarze Hündin mit weißer Blässe auf einer großen Baumwurzel sitzend. Perspektivwechsel - Das Bild ist auf dem Kopf stehend fotografiert.

Perspektivwechsel – Meine Hündin Bella fotografiert in der Vorbeuge

Eichenrinde auf der eine Hummel sitzt

Hummel auf Eichenrinde

Eichenrinde mit Hummel und Marienkäfer

Perspektivwechsel – von Nahem wird auch ein kleiner Käfer sichtbar.

Natur Perspektive

In der Natur kannst du den Blick schweifen lassen. Was ist dein liebster Ort um die Welt zu betrachten? Mein Lieblingsort ist das Meer, der Blick auf und über das Wasser. Egal wo an der See, Hauptsache mein Blick kann in die Weite gehen. Mag sein, dass ich den Blick so liebe, weil ich mir vorstellen und ausmalen kann, was hinter dem Horizont auf mich wartet. Die Sicht auf Wasser und Wellen lässt mich ruhig und gelassen werden. Egal wo ich im Leben stehe, Ebbe und Flut, Sturm und ruhiges Wasser, Sonne und Wolken, frische Brise und Windstille wechseln sich ab. Sie sind das Unbeständige im Beständigen. Leben ist Veränderung, es kann nicht immer windstill sein oder immer Flut.

Die Natur egal ob am Meer oder in den Bergen lässt uns die Perspektive wechseln. Hier können wir üben den Blickwinkel zu verändern und es auf die Sicht unseres Lebens übertragen. Aber auch schon ein Spaziergang gibt uns die Möglichkeit z. B. einen Baum von weit weg und von ganz nah zu betrachten (Bild mit der Hummel in der Rinde)

Egal ob in einer Umkehrhaltung oder draußen in der Natur oder beim Blick auf dein Leben. Lass dich darauf ein die Perspektive zu wechseln. Vielleicht siehst du klarer, so wie es Exupery sagt. Vielleicht siehst du vieles für das du dankbar sein kannst. Oder du siehst viel mehr als sonst, weil du einfach aus mehr Abstand schaust.

Umkehrhaltungen der sanften Art kannst du in meinen April Workshops kennenlernen und üben.

Ab Samstag hier auf meiner Seite buchen!

Genieße es die Welt auf den Kopf zu stellen!

Namasté Susanne

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